Dienstag, 18. Juni 2013

Mayonnaise


Jeder der ab und an gerne mal Fast-Food oder etwas kalorienhaltigere Salatdressings, Sandwiches, etc. isst, würde sie schrecklich vermissen: Die Mayonnaise. Pommes ohne Mayo wären für mich z.B. undenkbar. Die gehören einfach zusammen! :D

Als ich meinen ersten veganen Test-Monat einlegte, suchte ich also wie verrückt nach Mayonnaise-Rezepten. Ich war verblüfft, dass man sie überhaupt selbst herstellen kann und dann noch so schnell. Ausprobiert habe ich ein Rezept von "den Umsteigern", was mir auch sehr gut schmeckte. Habe es dann noch abgewandelt, da für meinen Geschmack einfach irgendwas fehlte. Ich benutze ein paar Körnchen "Kala Namak", um eine dezente Ei-Note zu erhalten. Was das genau ist, habe ich bei meinem 1a-Kartoffelsalat erklärt und zukünftig findet Ihr es auch in der Kategorie "Gewürze&Marinaden". Bei diesem Rezept bin ich dann jedenfalls geblieben und ich habe die Mayo seitdem schon einige Male machen müssen(sie vergreift sich so schnell *g*).

Ohne Ei ist sie übrigens wesentlich länger haltbar und tendenziell "gesünder", da im Prinzip nicht viel schlecht werden kann. Einfach schauen, ob sich Schimmel gebildet hat und daran riechen...ich habe sie noch gegessen, obwohl sie 2 Wochen alt war, ohne einen Geschmacksunterschied feststellen zu können. Und da ich keine gesundheitlichen Probleme bekam, gehe ich mal davon aus, dass sie noch gut war :) 

Aber vorsicht: Sie enthält genau so viel Fett, wie die "herkömmliche" Mayonnaise...also besser nicht zu oft genießen. 

Probiert es einfach mal aus! Das Rezept ist bereits hochgeladen.




P.S. Wenn man fein gehackte oder pürierte Zwiebeln, Gurkenwasser und Gewürzgurken dazu gibt, lässt sich bestimmt auch eine tolle Remoulade herstellen. Rezepte gibts dafür im Internet und ich werde auch selbst noch eins hochladen, sobald ich eins getestet habe. 

Es ist übrigens normal, dass sie im Kühlschrank etwas fest wird. Einfach nochmal durchrühren, dann ist sie wieder cremig:) 

1a-Kartoffelsalat


Liebe Leute,
der Sommer ist da und das bedeutet: Die Grillsaison ist eröffnet! Doch was soll man als Veganer essen? Salatblätter? Körnermischungen? Tofuscheiben auf einem trockenen Brot??!(Um alle Klischées zu nennen) :D Ich befürchtete zunächst mich von meinem geliebten Nudel-bzw. Kartoffelsalat trennen zu müssen. Das war glücklicherweise ein Irrtum. Man kann auch zur Grillsaison eine ganze Menge tierleidfrei herstellen und es schmeckt wunderbar:) 

Bevor ich Euch das ein oder andere "Grillgut" in Form von Würstchen und Medaillons, etc. vorstelle, kommt hier erstmal ein Klassiker, der auf keiner Grillfete fehlen darf: ein Kartoffelsalätchen :) 

Bei ihm merkt niemand, dass er vegan ist, das verspreche ich Euch :) Lediglich Leute, die auf Ei bestehen, werden sich evtl. wundern, weshalb der Salat nach Ei schmeckt, aber keines zu finden ist. Das "Zaubermittel" heißt "Kala Namak"und ist ein Steinsalz aus Indien, das eine geringe Menge Schwefelwasserstoff beinhaltet und daher einen Ei-Geschmack mitbringt. Es eignet sich daher für alle (herzhaften) Speisen, bei denen genau dieser Geschmack erwünscht ist. 

Für mich ist dieses Salz unverzichtbar in der veganen Küche. Ich stelle damit auch meine Mayonnaise her, die die Grundlage für andere Dressings bildet. Kaufen kann man Kala Namak in den meisten Internet-Shops, aber auch wesentlich günstiger in Asia-Läden. Ich habe es für 4,-€ im Internet gekauft. Das ist sicherlich nicht billig, aber es hält ewig, da man immer nur ein paar Körnchen braucht. Seid vorsichtig beim Würzen, weil die Speisen sonst a.) zu salzig werden und b.) zu intensiv nach Ei schmecken. Ich fange mit max. einer Messerspitze an und probiere dann erstmal. 

Da ich Ei im Kartoffelsalat nie mochte(ich habe die Konsistenz und den Geschmack von Eiweiß immer gehasst), ist es eine super Alternative(natürlich auch für Allergiker). 

Bewertung der Testesser:
27 von 30 möglichen Punkten. Beim nächsten Mal soll ich den Ei-Geschmack noch ein kleinwenig verstärken und dann gibt´s die volle Punktzahl;) 

Das Rezept habe ich hochgeladen. 



Sonntag, 16. Juni 2013

Käsekuchen-endlich geglückt!

Ich gebe zu: Ich brauchte ganze 3 Anläufe um ein veganes Käsekuchen-Rezept zu finden, das uns gefällt. Zuvor hatte ich eines getestet, in das 400g fester Tofu rein kam. Evtl. lag es am Tofu selbst(hatte den von Alnatura), denn da gibt es je nach Marke schon geschmackliche Unterschiede. Jedenfalls hat der uns leider gar nicht geschmeckt. Schade um die zwei Packungen Seidentofu, die noch reinkamen... :( Mann, war ich gefrustet...ich hasse es, wenn irgendwas nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe *g*

Aber zurück zum Kuchen: Dieser hier kommt unserem "traditionellen" Käsekuchen sehr nahe. Er schmeckt nicht 100%ig genauso, aber schlechter ist er keinesfalls. In Kombination mit den Streuseln ist er ein absoluter Gewinn für jedes Kaffeekränzchen. 


Beim nächsten Mal werde ich noch etwas Obst, wahrscheinlich Himbeeren, auf den Boden legen. Schmeckt bestimmt auch klasse. Ein Mitglied aus unserer veganen Facebookgruppe "Veni.Vidi.Vegan-Alles rund ums vegane Kochen+Backen" hat den Kuchen auch schon als Apfelkuchen gebacken und ihn mit an die Arbeit genommen. Sie meinte, dass er ruck zuck "vergriffen war" und den Kollegen hat´s wohl geschmeckt :) 

Bewertung der Testesser:
27 von 30 möglichen Punkten. Sie fanden den Kuchen sehr gelungen, er war ihnen lediglich nicht zitronig genug. Das ist natürlich etwas, das man leicht beheben kann. Ich werde aber dennoch weiterhin Ausschau halten. Vielleicht finde ich ja DAS ultimative vegane Käsekuchen-Rezept??! :) 

Das Rezept von diesem Kuchen findet Ihr wie immer oben bei "Rezepte". 







Pancakes


Als ich beschloss vegan zu leben, machte ich mir in erster Linie Gedanken, ob man problemlos ohne Eier, Butter und Co. backen könnte. Für mich als "Hobbybäckerin" war es natürlich wichtig dabei weiterhin gute Ergebniss zu erzielen. Da wir Pfannkuchen lieben und sie so wunderbar schnell gemacht sind, habe ich neulich mal ein Rezept ausprobiert. Es ist angelehnt an Attila Hildmann´s Pancake-Rezept und ich habe sie nach unserem Geschmack "verfeinert". 

Sie haben super geschmeckt und wir konnten keinen Unterschied zu unseren "traditionellen" Pfannkuchen erkennen. Im Gegenteil: Früher haben wir Eischnee unter den Teig gehoben, damit sie schön fluffig werden. Ich habe das Eiweiß immer penetrant rausgeschmeckt und das hat mich schon immer gestört. Fluffig sind sie durch das Natron auch so :) 

Dadurch dass hier die Eier fehlen(ich kenne Leute, die 8 Eier in ihren Pfannkuchenteig hauen!) und auch keine Margarine im Teig ist, spart man Kalorien. Man kann also auch ruhig mal einen mehr essen oder sie mit gutem Gewissen mit Sahne, Obst und Sirup genießen. 

Das Rezept findet Ihr oben bei "Rezepte". 

P.S. Nehmt besser eine beschichtete Pfanne und bratet sie mit einem Schuss Öl an, sonst bleiben sie hängen! 


Die Bewertung der Testesser: 26 von 30 Punkten. Sie bemängelten, dass sie nicht süß genug waren. Ich habe das im Rezept bereits korrigiert und nun dürfte es passen :) 

Samstag, 15. Juni 2013

Warum ich vegan wurde?

Liebe Blogleser,

einige Freunde & Bekannte fragen mich ab und zu, warum ich jetzt vegan lebe. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb sich jemand für diesen Schritt entscheidet. Ich werde erstmal erzählen wie ich dazu gekommen bin und werde später in weiteren Posts noch andere Gründe anfügen. Bevor ich vegan wurde, war ich zunächst ca. 10 Jahre Vegetarierin, hauptsächlich aus ethischen Gründen. Fleisch hat mir nie gefehlt, da es tausende Dinge gibt, die besser schmecken und gesünder sind. Was schmeckt uns an einem Schnitzel? In den meisten Fällen sind es die Gewürze und evtl. die Panade, die den Geschmack liefern. Ein Stück Fleisch in seiner Ursprungsform rührt kaum jemand an. Dennoch verstehe ich, dass es Menschen schwerfällt darauf zu verzichten. Schließlich ist es seit ewiger Zeit "Gewohnheit" oder gar eine "Tradition". Und alles was so lange existiert, stellen wir eher selten in Frage. Kann etwas falsch sein, das uns seit tausenden von Jahren begleitet? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Ich beantwortete sie vor Jahren mit "JA" und habe es seitdem keine Sekunde lang bereut. 

Aber wie kam ich dazu? Ich komme aus einem kleinen Dorf mit gerade mal 600 Einwohnern. Dort ist es "üblich" noch Hausschlachtungen durchzuführen. Als ich klein war, schlachteten meine Großeltern ebenfalls noch selbst. Jedes Jahr wurde ein Schwein gebracht und wir Kinder mussten dann immer ins Haus. Wir sollten die entsetzlichen Angstschreie des armen Tieres nicht hören, wenn sich erwachsene Männer auf seinen Körper stürzen und es um sein Leben kämpft. Sie sagten immer: "Es hat doch ein schönes Leben gehabt." Bis ich ca. 6 Jahre alt war, kümmerte es mich nicht und ich nahm es so hin, denn Kinder glauben einfach das was die Alten sagen. Ich sammelte sogar eine Zeit lang die Zähne und war erstaunt was für ein beeindruckendes Gebiss Schweine haben.

Heute weiß ich zwar, dass es diese Tiere tatsächlich besser hatten, als die jährlich allein in Deutschland 60 Millionen getöteten Schweine aus der Massentierhaltung. Aber dennoch werden auch sie nur "genutzt" und "ausgebeutet". Alle haben eines gemeinsam: Sie sind noch "Kleinkinder", wenn sie sterben (müssen?!). Älter als 1 Jahr werden die Schweine auf dem Dorf auch nicht und da diese Tiere erst mit ca 4-5 Jahren! ausgewachsen sind, kann man nicht von einem "schönen Leben" sprechen, wenn sie im frühesten Entwicklungsstadium vernichtet werden. Man kann NIE von einem schönen Leben sprechen, wenn man es gewaltsam aus solchen Motiven beendet. Normalerweise haben diese Tiere eine Lebenserwartung von ca. 15 Jahren, in der Massentierhaltung werden sie nach 5-6 Monaten getötet. 

Ich hörte als erstes auf Schwein zu essen. Rind, Kaninchen, usw. waren ohnehin nie mein Fall und so blieb ich lediglich am Geflügel und Fisch noch eine Weile hängen. Auch deshalb weil ich den Mythos glaubte wir bräuchten Fleisch als Eisenlieferant, etc. Mit 15/16 Jahren habe ich dann auch noch das Geflügel von meinem Speiseplan gestrichen. Ich stellte mir irgendwann die Frage warum ich sie essen sollte, wenn ich anderes Fleisch ablehne. Nicht zuletzt vllt deshalb, weil meine Schwester und ich als Kinder selbst mal zwei Gänseküken aus der Massentierhaltung bekamen und großzogen. Wenn wir erwachsener gewesen wären, wären diese Tiere sicherlich anhänglicher gewesen. So verloren wir nach ein paar Monaten das Interesse und kümmerten uns nicht mehr um sie und sie wurden aggressiv. Auch ihre Endstation war der Kochtopf. Auf unsere Nachfrage hin wo sie seien, wurde uns erzählt sie würden auf der "Kuschelfarm" eine Familie gründen.  Am gleichen Tag gab es dann Hähnchen. Irgendwann habe ich es dann verstanden und habe meine Mutter darauf angesprochen. Sie sagte, dass die Gänse im Müll landeten. Warum konnte sie keiner essen? Weil sie zuvor einen Bezug zu den Tieren hatten. Sobald das Stück Fleisch auf dem Teller eine Geschichte erzählt und eine Persönlichkeit hat, fällt es anscheinend schwerer es zu essen.

Als ich Vegetarierin wurde, hatten wir noch kein Internet und auch sonst kannte ich niemanden der fleischfrei lebte. Ich wusste nicht was für abscheuliche Verbrechen tagtäglich stattfinden, damit die Menschen ihre Gier nach Fleisch und Co. befriedigen können. Natürlich wusste ich, dass für Fleisch Tiere sterben müssen, aber  in welchem Ausmaß das in unserer "fortschrittlichen"?! Gesellschaft geschieht, hätte ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können. Für mich hat es sich dennoch einfach falsch angefühlt, Fleisch zu essen. Fisch habe ich komischerweise zuletzt von meinem Speiseplan gestrichen(allerdings war ich ohnehin nie ein Fan und es gab ihn höchsten 2-3/Jahr). Warum ich so blind war und ihn nicht sofort aufgehört habe zu essen? Vielleicht weil man zu Tieren, die nicht an Land leben evtl. weniger Bezug hat? Oder weil man irgendwo gehört hat sie würden nichts fühlen? Oder weil man sich selbst einredet es gibt genug davon? Oder weil einem immer erzählt wurde man brauche unbedingt die Omega 3-Fettsäuren? Ich kann diese Frage nicht beantworten, aber es ist falsch sie anders zu behandeln als Kühe, Schweine, oder andere Tiere. Jedes Lebewesen sollte ein Recht auf Leben haben! Mag sein, dass ich also "inkonsequent" war was sie anging, aber wenn man als so junger Mensch beschließt vegetarisch zu leben und kaum eine Möglichkeit hat sich zu informieren, kommt die "Weisheit" eben erst mit den Jahren. Ich denke solche weitreichenden Veränderungen brauchen ihre Zeit, damit man sie dann auch dauerhaft leben kann und will. Heute wäre es für mich undenkbar zwischen Schweine-und Fischfleisch zu unterscheiden.

Eines steht für mich persönlich jedoch fest: Wenn ich damals das Wissen gehabt hätte, das ich heute habe, wäre ich wesentlich früher Veganerin geworden. Durch das Internet und natürlich durch die Literatur haben wir die Möglichkeit ganz schnell herauszufinden, wie unsere "moderne" Nahrungsittelindustrie funktioniert. Und man hat die Möglichkeit sich ausführlich über Veganismus zu informieren, Rezepte zu bekommen und Gleichgesinnte zu treffen. Ich fing an mich mit dem Thema näher zu beschäftigen, als ich mit einer lieben Freundin im Februar 2013 auf der Veggie-Messe in Wiesbaden war. Attila Hildmann war auch dort und der Raum war voller Menschen. Die "Aufbruchsstimmung" erinnerte mich ein wenig an "Die Welle". Es steckte einfach irgendwie an. Ich fing an im Internet zu recherchieren und noch mehr Bücher zu lesen. Außerdem sah ich Petas Video "60 Sekunden, die dein Leben verändern" und andere Reportagen. Ab da hatte ich endgültig ein schlechtes Gefühl, wenn ich Milch oder "Freilandeier" kaufte. Diese sind übrigens genau so absurd, wie "Bio-Fleisch". "Bios" heißt leben und mit "leben" hat ein totes Stück Fleisch herzlich wenig zu tun. Es war so als würde mir jemand die Scheuklappen abnehmen, denn plötzlich habe ich begriffen, dass die Milch- und Eierindustrie einen Großteil der Tiere liefert, deren Fleisch bei uns in den Regalen liegt. Eine Milchkuh ist nun mal nach 4-5 Jahren körperlich völlig am Ende und nicht mehr "rentabel" genug, da ihre Milchleistung sinkt. Endstation Schlachthaus. Normalerweise werden diese Tiere 15-20 Jahre alt. Männliche Kälber sind als "Abfallprodukt" unbrauchbar und landen direkt nach wenigen Monaten beim Schlachter und liefern so das begehrte Kalbfleisch. Legehennen ergeht es nicht anders. Nach 12-15 Monaten sinkt auch ihre Legeleistung und das ist ihr Todesurteil. Masthühner, die direkt als Fleischlieferanten dienen, werden nach 39 Tagen getötet. Zudem sind die Hühner z.T. genetisch so "verkrüppelt" gezüchtet, dass sie ohnehin nur wenige Jahre leben würden. Unter natürlichen Bedingungen würde ein Huhn 15 Jahre und älter werden. Die männlichen Küken sind für die Nahrungsmittelindustrie ebenfalls ein "unerwünschtes Nebenprodukt". Daher werden sie lebendig in Fleischwölfe geworfen, ertränkt, erstickt oder vergast, um als Tiermehl für Futter oder Dünger zu enden. So werden allein in Deutschland jährlich 50 Millionen Küken bereits in den ersten Lebenstagen getötet. Das sind die gleichen Küken, die wir zur Osterzeit auf Postkarten, Geschenkpapier und Süßigkeiten-Verpackungen sehen und alle ganz süß finden. 

Mit all diesen Informationen fiel mir die Umstellung nicht mehr sehr schwer. Ich wollte mit diesem abartigen System so wenig wie möglich zu tun haben. Anfangs vermisste ich zwar meinen jungen Gouda ein bisschen, aber nachdem ich merkte wie vielfältig vegan sein kann, vergaß ich ihn bald. Ich war einfach durch so viel Neues abgelenkt und entdeckte welche wunderbaren Gewürze und Kräuter es gibt. Wo vorher nur Pfeffer, Salz, Paprika und Curry standen, stehen heute Piment, Koriander, Zitronengras, Kala Namak, usw. Ein absoluter Gewinn! 

Die Umstellung ist sicherlich nicht bei jedem so leicht, da ja jeder unterschiedlich stark an verschiedenen Lebenmitteln hängt. Gerade Käse beinhaltet z.B. auch Casomorphine, die wie "süchtigmachende" Opiate wirken(Käse macht abhängig?). Wer Lust hat, kann ja einfach mal "Käse" und "süchtig" googlen. Es wird außerdem in zahlreichen Reportagen und Büchern zum Thema angesprochen. Und wer allgemein mehr wissen möchte: Geht in diverse vegane Facebookgruppen und fragt drauf los. Dort sind freundliche Menschen, die zum Teil seit Jahren vegan leben und mir wurde dort immer schnell weitergeholfen. Zudem könnt ihr hier (Vegan Buddy) einen "Vegan-Buddy" in eurer Stadt kennenlernen. Das sind Leute, die euch bei der Umstellung helfen und mit wertvollen Tipps versorgen. Sie erklären Euch, wo man in Eurer Stadt gute vegane Produkte kaufen kann, etc. Ich empfehle Euch außerdem das "30-Tage-vegan-Probeabo" von Peta(Vegan-Probeabo). Hier bekommt Ihr jeden Tag eine Email mit interessanten Infos rund um Veganismus. Auch Rezepte werden mitgeschickt. Nach 30 Tagen endet das Abo und es kommen keine E-Mails mehr. Es ist natürlich kostenlos. Zudem könnt Ihr bei Peta zwei interessante Veggie-Broschüren bestellen oder sofort runterladen und ausdrucken:
Veggie-Starter-Kit
Vegan-Die gesündeste Ernährung

Vegan leben war wirklich noch nie so leicht wie heute. :) Und: Wo ein Wille ist, ist IMMER ein Weg. Versucht es einfach mal. Ich hätte selbst nie gedacht, dass es kein Verzicht bedeutet und dass man eben nicht nur von Gräsern & Körnern lebt :D (Nur eines der vielen Vorurteile, die es gibt;))

Viele Grüße,
Katharina

Hier ein kleiner Anreiz: So abwechslungsreich kann vegane Ernährung aussehen ;)

P.S. Es gibt zum Thema "Warum vegan?" irre viel zu erzählen, das reicht locker für 100 Posts :D Ich werde immer mal wieder was Neues dazu schreiben und weitere Beweggründe nennen. Soweit es möglich ist, werde ich natürlich Quellenangaben machen. Rechts findet Ihr einige Links zu interessanten Dokumentationen zum Thema. Sollte es eine Reportage sein, die besonders grausam ist, werde ich z.B. durch "FSK 18" kennzeichnen. So könnt Ihr selbst entscheiden, ob Ihr es sehen wollt. Ich selbst schaue mir sowas (nicht mehr) an, aber ich rate jedem mal einen Blick hineinzuwerfen(wenigstens auszugsweise). Solche Bilder können in einem offenen, empathischen und mitfühlenden Menschen durchaus etwas auslösen. Für meine Mutter beispielsweise waren sie der Hauptgrund warum sie zunächst Vegetarierin wurde und immer mehr vegan lebt.









Sommermix-Smoothie


Jeder, der einen Mixer hat, kennt es: Man probiert gerade im Frühling/Sommer beinahe täglich neue Smoothie-und Shakerezepte aus. Manchmal ist man auch kreativ und überlegt sich selbst eine eigene Kreation.

Vor ein paar Wochen kaufte ich im Aldi (Süd) dieses gefrorene Obst. Ich habe vorher noch nie gefrorenes Obst gekauft, aber habe es definitiv nicht bereut. Eine Tüte kostet 1,89€. Das Obst ist mit 5% Fruchtzucker gesüßt und enthält ansonsten verschiedene Fruchtsaftkonzentrate und natürliche Aromen. Das hat mich gefreut, da es auch Produkte mit wesentlich mehr Zusatzstoffen und noch mehr Zucker gibt.

Die äußerliche Qualität lässt keine Wünsche offen. Es sieht zum Teil deutlich besser aus, als das Obst und Gemüse, das man im Laden "frisch" kauft. Zudem gefällt mir der Gedanke, das es einfach noch nicht "durch so viele Hände gegangen ist". Finde es widerlich zu sehen, wie manche Leute sich an diversen Körperstellen kratzen und meinen dann das Obst und Gemüse betatschen zu müssen ....aber zurück zum Thema :D 

Ich habe am nächsten Tag dann gleich mal einen Smoothie mit dem "Sommerfrucht-Mix" gemacht. Geschmacklich überzeugte das Obst voll und ganz und dadurch dass es gefroren ist, ist das Ganze natürlich schön kalt und sehr erfirschend. 

Kann es also nur jedem empfehlen. Gerade Menschen mit einem begrenzten Budget können es sich einfach nicht leisten mal eben 5,6,7 verschiedene Obstsorten zu kaufen. Zumal davon dann womöglich viel weggeschmissen werden würde, weil man es nicht schafft alles zu essen. 

Hier hat man eine preisgünstige und haltbare Alternative. Kaufe das Obst immer mal wieder und bin sehr froh es gefunden zu haben. Zudem kann man es schnell und leicht portionieren. Super ist auch, dass ein Smoothie jedes Mal leicht anders schmeckt, da man ja quasi "blind" in die Tüte greift, eins, zwei Hände Obst in den Mixer gibt und so immer andere Mengenanteile der einzelnen Früchte hat. 

Den "Wintermix" habe ich noch nicht getestet, aber meine Schwester findet ihn ebenfalls sehr lecker. 

Das Rezept zu meinem "erfrischenden Sommermix" findet Ihr oben unter "Rezepte" zum Download. 








Freitag, 14. Juni 2013

Henry´s 1. Post


Willkommen in meiner schweinischen Rubrik. Hm, das ist mein erster Post. Was wollt Ihr über mich wissen? Über uns Schweine gibt´s eine Menge zu erzählen. Ich fange einfach mal an... und erzähle Euch wie es mir in den ersten Tagen bei meinen Menschen ging. Ich bin jetzt seit dem 28.05.2012 bei ihnen und habe seitdem schon sehr viel mit ihnen erlebt. 

Auf diesem Bild war ich gerade ungefähr 6 Wochen alt. Meine Geschwister sind einer nach dem anderen abgeholt worden. Einerseits war ich traurig darüber, andererseits war ich war ganz froh, denn wenn wir bei Mama Milch trinken wollten, haben sie mich immer gebissen, damit sie alles für sich haben. Wie es ihnen heute wohl geht? Ob sie auch so ein tolles Zuhause wie ich gefunden haben?
2 Wochen später bin ich Zuhause angekommen. Es ist alles so neu und ich habe noch Angst vor meiner neuen Familie. Die sind alle so riesig. Außerdem riechen sie komisch und sprechen eine fremde Sprache. Habe ja auch keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht, schließlich hat mich der eine Mann aus dem Stall von meiner Mutter getrennt. Aber hier fühle ich mich trotzdem irgendwie schon wohl. Überall sind warme Decken, ich habe gaaanz viel Platz und jede Menge Futter nur für mich allein.

Da wir Schweine ja sehr neugierig sind, fing auch ich bald an meine Umgebung zu erkunden. Draußen gefiel es mir direkt am besten. Es roch nach Frühling und ich spürte zum 1. Mal die Sonne auf meiner Haut.  Alles war so schön warm. Jetzt konnte ich den Garten umgraben und den ganzen Tag rumwühlen. Ab und zu finde ich dabei leckere Wurzeln, Gräser oder auch mal eine Schnecke...und es macht mir einen riiiiesen Spaß die Ameisen zu ärgern(auch wenn sie mir in den Rüssel krabbeln und pieksen) :D

Ich merkte schnell, dass ich hier sicher bin und keine Angst vor den Menschen haben muss. Deshalb vertraute ich ihnen von Tag zu Tag mehr. Sie sind alle sehr lieb zu mir und kuscheln genau so gern wie ich. 


                           
So waren meine ersten Tage in meinem neuen Zuhause. Heute bedeuten mir meine Menschen noch mehr. Ich möchte da sein wo sie sind und folge ihnen überall hin. Manchmal schimpfen sie zwar mit mir, aber wenn ich ehrlich sein soll, ist das auch immer berechtigt. Bin eben auch nicht perfekt...  ;)

Hoffentlich sind wir alle noch viele Jahre zusammen :) 






Seidentofu-Bananenshake


Dieses Rezept habe ich vor einigen Wochen getestet und ich möchte es nicht vorenthalten. Es war mein erster veganer Shake. Zunächst war ich natürlich skeptisch, weil ich keine Ahnung hatte wie Seidentofu schmeckt. 

Was soll ich sagen? Testet es unbedingt! Der Tofu macht den Shake so herrlich weich und samtig, wie der Name schon sagt...einfach "seidig" :)  

Das Rezept findet Ihr oben im Ordner "Rezepte".