am Wochenende habe ich ein Rezept ausprobiert, das ich seit Wochen mal testen wollte: Hasselback-Kartoffeln. Falls Ihr euch fragen solltet was das ist: Es sind "deluxe-Ofenkartoffeln", wie ich finde:D Die Kartoffeln werden im rohen Zustand eingeschnitten und die Fächer kann man dann füllen wie man möchte. Ich habe mich für eine Marinade aus verschiedenen Kräutern entschieden und später noch veganen Käse mit Sojasahne + Gewürzen angerührt und auf die Kartoffeln gegeben. Die Dinger sind einfach phantastisch gewesen ♥
Beim nächsten Mal fülle ich sie mit veganem Leberkäse oder Paprika - und Möhrenstreifen und bestreue sie mit Semmelkrumen. Man hat zwar nicht viel Platz in den Fächern, aber die Möglichkeiten sie zu füllen sind unerschöpflich und notfalls isst man einfach eine Kartoffel mehr, um noch eine andere Variante ausprobieren zu können:)
In unserer Facebook-Gruppe habe ich außerdem noch einen tollen Tipp erhalten: Man sollte den Boden einer feuerfesten Form mit Öl bedecken, es erhitzen und dann die Kartoffeln mit der Schnittseite nach unten in die Form geben. Das Ganze kann man dann ca. 10 Minuten frittieren(Dauer ist abhängigvon der Kartoffelgröße!). So sind die Kartoffeln schöner aufgefächert, was optisch natürlich Einiges hermacht. Anschließend backt man sie einfach zu Ende. Bin gespannt wie es wird und werde dann wieder ein Bild hochladen. Geschmacklich ziehen wir diese Kartoffeln jedem fettigen Kartoffel-Gratin vor, obwohl ich das Zeug geliebt habe:D
Dazu gabs bei uns den Rest von den Falafeln, Soja-Knusperstäbchen, Möhrengemüse und einen Salat. Die Sojastäbchen werde ich Euch in einem extra Post vorstellen. Das findet Ihr wie immer in der Kategorie "V-Lebensmittel". Und das Rezept ist schon hochgeladen. Die Kartoffeln passen auch sehr gut zu Gegrilltem...dann mal ran an die Buletten...ääääh Kartoffeln *g* P.S. Ich habe "Wilmersburger Pizzaschmelz" verwendet. Zusammen mit der Sojasahne und den Gewürzen schmeckt er echt gut und schmilzt auch:)
meine Mutter wollte seit längerem mal wieder eine ganz klassische Erdbeertorte haben und hat sie jetzt einfach selbst mal nach einem guten veganem Rezept gemacht. Das Ergebnis war köstlich und der Boden gefällt mir außerordentlich gut. Er wird mit Joghurt gemacht, ist schön fluffig und weichte auch nicht durch. Werde ihn jetzt für sämtliche Obst- oder Crèmetorten nehmen:) Mit 2-3 EL Kakao hat man auch einen prima Schokoboden.
Bei dem Tortenguss müsst Ihr genau nachschauen, da die rote Variante oft mit "echtem Karmin" gemacht wird. Hatte Euch ja in dem anderen Post ja schon erzählt worum es sich da handelt(getrocknete und aufgekochte, zermahlene Schildläuse). Von Alnatura oder Biovegan gibts z.B. vegane Alternativen.
Das Rezept habe ich hochgeladen. Beeilt Euch mit der Torte, die Erdbeerzeit ist leider immer viel zu schnell vorbei:(
Neulich gab es ja Nudelsalat und dazu hatte ich mir Kochwürstchen und Falafel gemacht. Falafel habe ich noch nie gegessen und die Packung lag schon seit Wochen im Schrank. Dachte es würde nicht schmecken und habe sie daher nicht angerührt *g* Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn die von enerBio vom Rossmann schmecken einfach nur suuuper. Für 1,19€ bekommt man ca. 16 Falafel. Ich habe 3 Tage an der Packung gegessen und zum Teil haben sich auch mein Vater und meines Schwester an den Bällchen bedient. Man isst die ja nicht allein und mehr als 3-4 Stück schaffe ich nicht. Kann sie Euch wirklich nur empfehlen:) Der Teig zerfällt auch nicht beim Braten. Habe sie jetzt schon als Klößchen frittiert und auch als Mini-Frikadellen gebraten und man kann sie problemlos wenden. Beim nächsten mal mische ich noch ein paar Paprikawürfel oder anderen Gemüse in den Teig. Bin heute direkt losgezogen, um 5 Päckchen bei Rossmann zu kaufen :D Achso...wenn Ihr euch fragt wie Falafel eigentlich schmecken: Uns haben sie irgendwie an Frikadellen erinnert. Dabei sollen sie nicht mal Fleischersatz sein, sondern sind in der arabischen Küche eher eine traditionelle Beilage. Egal wonach sie schmecken, das Wichtigste ist schließlich, dass sie überhaupt gut sind:D Falafel kann man übrigens auch ganz leicht selbst machen. Das teste ich demnächst mal aus! Wenn´s schnell gehen muss, ist diese "Fertigmischung" aber echt spitze, da man einfach nur 250ml kochendes Wasser dazugeben und den Teig ein wenig quellen lassen muss.
Da ich nicht wusste, ob die Falafel schmecken, habe ich vorsichtshalber noch ein paar vegane Kochwürstchen gemacht. Sie waren sehr günstig(1,95€/4 Stück) und haben auch echt gut geschmeckt. Kaufen könnt Ihr sie hier: Vegalinie
Was bei den Würstchen zwar praktisch, aber ökologisch natürlich nicht sinnvoll ist: Sie sind einzeln in Folie eingeschweißt. Also nicht vergessen sie zu entfernen, bevor Ihr sie erhitzt. Wer es pinkanter mag, kann sie übrigens auch ein bisschen schärfer kaufen. Falls Ihr also mal bei Vegalinie bestellt, probiert sie unbedingt mal aus. Als Beilage oder für den kleinen Hunger zwischendurch echt toll!
Wundert Euch nicht: Vegalinie bezieht einen Teil seiner Ware aus Osteuropa, aber meistens befinden sich Aufkleber mit deutschen Angaben auf dem Produkt. Nicht alle angebotenen Produkte sind vegan, also vorsichtshaber mal die Beschreibung durchlesen.
als ich beschloss vegan zu leben, war eine meiner "Sorgen", ob ich noch Nudelsalat essen könne. Als ich anfing Mayonnaise selbst zu machen und richtig gute Ergebnisse erzielte, wusste ich aber, dass sämtlichen Gerichten, in die Mayonnaise gehört, nichts mehr im Weg stehen würde. Und so war es dann auch. Unser erster veganer Nudelsalat schmeckte exakt so, wie unser "traditioneller" mit gekaufter Mayonnaise. Er schmeckte sogar noch ein bisschen besser, da die Mayonnaise schön würzig war und genau so mögen wir es.
Ein weiterer Vorteil, wenn man selbstgemachte Mayonnaise benutzt?? Man kann die Menge selbst bestimmen. Wir haben früher immer Miracel Whip gekauft und jedes Mal blieb ein Rest im Glas, der dann aufgrund der kurzen Haltbarkeit in den Müll wanderte. Und man weiß wie gesagt genau was an Zutaten drin ist. Ich habe den Nudelsalat in meiner veganen Version jetzt schon 3-4 Mal gemacht und bisher waren alle begeistert, die ihn probiert haben, da sich keiner vorstellen kann, dass er vegan ist. Wenn Ihr es niemandem sagt, merkt es 100%ig kein Mensch:) Nudelsalat ist für mich ein absoluter Klassiker, der beim Grillen nicht fehlen darf. Deshalb bin ich echt froh, dass ich nicht auf ihn verzichten muss. Daher testet ihn unbedingt mal aus, falls Ihr nicht längst eine vegane Variante kennt.
Dazu gab´s bei uns vegane Kochwürstchen und Falafel. Beide Produkte werde ich Euch in einem extra Post vorstellen. Das Baguette habe ich mit selbstgemachter "Bärlauch-Margarine"gefüllt. Habe es auch schon mit Kräuter- oder Knoblauchmargarine gemacht, funktioniert alles super. Ist auch wirklich einfach: Einfach 1 TL vegane Margarine + 1 TL Bärlauch oder Gewürze und Kräuter nach Wahl.
Da der Nudelsalat so schmeckte wie "früher", gab es von meinen Testessern auch wieder 30 von 30 möglichen Punkten:) Das Rezept habe ich bereits hochgeladen.
bevor ich mich spannendem Jura-Lernkram widme, wollte ich Euch noch schnell einen Kuchen vorstellen, den ich neulich ausprobiert habe. Ich bin ja neuerdings Fan von Süßkartoffeln und habe im Internet ein Rezept entdeckt, bei dem sie zum Backen verwendet werden. Habe es etwas abgewandelt, da ich nicht alle Zutaten im Haus hatte und Kuchen gerne ne ´ leichte Zimtnote verpasse. Hat sehr gut geschmeckt und war wahr schön saftig.
Wem der Kuchen als Rührkuchen zu langweilig ist, kann ihn ganz einfach halbieren und ihn mit Gelee und Obst belegen. Eine Portion Sahne macht sich natürlich auch ganz gut;) Die Süßkartoffel selbst schmeckt man übrigens wieder nicht raus. Habe auch schon andere Backrezepte mit Gemüse gefunden, z.B. mit Blumenkohl oder Zucchini und bin gespannt wie das schmeckt. Bisher habe ich mich immer gesträubt mit Gemüse zu backen. Der "Rüblikuchen" mit Karotten war mir immer suspekt, um nicht zu sagen: Ich fand die Vorstellung irgendwie eklig:D Aber jetzt weiß ich, dass man auch mit Gemüse tolle Kuchen zaubern kann.
Trotzdem: Wenn Ihr Leute probieren lasst, sagt ihnen besser vorher nicht, was im Kuchen ist. Viele sind dann voreingenommen, kenne ich ja von mir selbst. Meine Testesser wussten auch nicht worauf sie sich da einlassen und nachdem ich sicher sein konnte, dass er ihnen schmeckt, sagte ich es ihnen. Gestern war die Süßkartoffel in der Suppe, heute im Gemüse. Ihr hättet mal ihr Gesicht sehen sollen:D
Achja, meine Testesser gaben mir 27 von 30 Punkten. Mein Vater mag Erdnussgeschmack nicht so. Im Originalrezept kamen glaube ich 200g Mandeln rein und die musste ich irgendwie ersetzen(hatte keine). Ich habe übrigens die roten Süßkartoffeln genommen. Weiße gehen aber auch:)
Viel Spaß beim Ausprobieren. Das Rezept ist bereits hochgeladen.
ich hatte ja angekündigt, dass ich Euch auf die Frage "Warum vegan?" einige Antworten geben möchte. Da ich hauptsächlich aus ethischen Gründen aufgehört habe tierische Produkte zu konsumieren, möchte ich auch mit diesen Gründen beginnen. Um es ein bisschen übersichtlicher zu halten, werde ich in jedem Post nur auf eine bestimmte Art "Nutztier" und deren "Zweck" für unsere Gesellschaft eingehen. Ansonsten werden es einfach zu viele Informationen. Ich kann hier leider keine Fußnoten setzen, weshalb Ihr am Ende jedes Posts Quellenangaben finden werdet. Die Bilder, die ich verwende, sind Bilder von (großen) Tierschutzorganisationen, die der nicht-kommerziellen Nutzung zugestimmt haben.
Beginnen möchte ich mit den Schweinen, weil ich gerade das Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy gelesen habe und ich mich an ihrer Reihenfolge orientiere. Wie ich in dem ein oder anderen Post schon erklärte, sind Schweine wahnsinnig feinfühlige und intelligente Tiere. Sie sind eine der wenigen Tierarten, die über ein Ich-Bewusstsein verfügen und sich z.B. auch im Spiegel erkennen. Man geht davon aus, das ihre Intelligenz die eines ca. 3-jährigen Kindes übersteigt. So ist es nicht verwunderlich, dass sie in der Lage sind "Videospiele" mit einem Joystick zu spielen. Dabei haben sie eine mehr als 80%ige Trefferquote. Schon 3 Wochen alte Ferkel lernen ihren Namen und reagieren, sobald man sie ruft. Wenn sie mit Menschen zusammenleben, sind sie anhänglicher als Hunde und bemerken genau, wenn es dir schlecht geht, du fröhlich oder wütend bist. Sie lieben es sich auf die Seite plumpsen zu lassen und ausgiebig am Bauch gekrault zu werden. Genauso sehr lieben sie es zu lernen. Ihre Neugier ist praktisch unerschöpflich und "Neugier ist der Motor, der auch uns neue Dinge lernen lässt." Wenn Schweine schlafen möchten, bauen sie sich Schlafkessel, in die sie sich hineinkuscheln. Manchmal guckt dann nur noch der Rüssel raus. Henry nutzt insgesamt 3-4 Decken und polstert sogar die Wände, damit er es bequemer hat. Mit seinem Kopf legt er sich immer auf ein Kopfkissen. Jedes Mal, wenn ich ihn dann betrachte, wird mir klar, wie ähnlich sie uns in ihrem Verhalten sind. Manchmal träumt er vom Essen und fängt an zu schmatzen. Manchmal hat er Alpträume, rennt im Schlaf und wacht dann erschrocken auf. Wir müssen ihn dann beruhigen, ihn wieder ins Bett bringen und zudecken. Mit einem leisen Quietschen sagt er uns, wie wohl er sich fühlt und schlummert im nächsten Moment wieder ganz selig. All das sind Situationen, die wir von unseren klassischen "Haustieren" oder sogar von unseren Kindern kennen. Genau wie unsere Mütter, sind Schweinemütter bei dem was sie tun sehr gründlich. Sie bauen teilweise 10 Stunden und länger an dem Nest, indem sie ihre Ferkel bekommen möchten. Sie sind dabei sehr liebevoll und entwickeln einen eigenen "Gesang", an dem ihre Baby´s sie immer erkennen werden. In der Natur leben die Kleinen dann monatelang bei der Mutter bzw. in einer Rotte aus weiblichen Tieren. Sie lernen und streifen mit ihr durch die Wälder, wühlen und spielen ausgelassen. All das sind grundlegende Bedürfnisse, die auch das Hausschwein noch hat. Doch wie sieht ihr Alltag aus?
Eine Sau ist in einem Kreislauf von (meistens) künstlicher Befruchtung, Trächtigkeit und Geburt der Ferkel gefangen. Um möglichst profitable Tiere "zu produzieren", werden zur Zucht die Tiere selektiert, die die besten Futterverwerter sind und über andere Vorteile, wie z.B. eine hohe Fruchtbarkeit und gute Fleischqualität, verfügen. Je früher sie schlachtreif sind(heute mit etwa 110kg), desto besser, da es mehr Geld bedeutet. Und NUR darum geht es! Es geht nicht um das Wohl des Tieres. In der Fleischwirtschaft geht nicht mal um das Wohl des Menschen. Sondern schlicht und einfach nur um Geld. Während der "Besamungsphase" werden die Sauen einzeln in engen Kastenständen gehalten. Das sind im Grunde nichts anderes als Gefängnisse. Bei Maßen von 0,55–0,70 m Breite und 1,6–1,9 m Länge sind die Tiere nahezu bewegungsunfähig, da ihr Körper selbst nicht viel kleiner ist. In diesem Käfig können sie allenfalls zwei Schritte vor und zurückmachen, Aufstehen und sich niederlegen ist möglich, mehr nicht. Sie sind gezwungen an Ort und Stelle zu koten bzw. zu urinieren, um dann später darin zu liegen. Oft haben sie nicht mal Einstreu. Absolut nicht artgerecht, wenn man bedenkt wie sauber diese Tiere in der Natur sind. Nach der Besamung folgt eine kurze Phase der Gruppenhaltung("Wartestall"). Hier sind Gruppen von 10-20, aber auch bis zu 100 Tieren zusammengepfercht. Anders kann man es nicht nennen, wenn Tieren mit einem Gewicht bis zu 320kg lediglich 2-2,5qm zur Verfügung stehen. In den meisten Fällen haben sie auch hier kein Einstreu und müssen auf den blanken Vollspaltenböden stehen. Ca. eine Woche vor der Geburt der Ferkel, wird die hochträchtige Sau in die sog. "Abferkelbucht" gebracht. Die Situation ist diesselbe wie bei der eingangs beschriebenen im Kastenstand. Hier umschließt sie das "Abferkelgitter", das oft beschönigend als "Ferkelschutzkorb" bezeichnet wird. Ihr wird es verwehrt einen natürlichen Kontakt zu den Jungen aufzubauen und sie zu pflegen. Während sie in der Natur so hingebungsvolle Mütter sind, haben sie hier überhaupt keine Möglichkeit dieses Bedürfnis auszuleben. Nach nur 4 Wochen werden die Jungtiere der Mutter weggenommen und sie kommt nicht selten zurück in ihr anderes Gefängnis, den Kastenstand. Oft wird sie bereits schon nach 5 Tagen wieder besamt, ist wieder für ca. 115 Tage trächtig, wird wieder zwischen 10-12 Jungen bekommen und wieder werden ihr diese nach kurzer Zeit weggenommen, ohne dass sie auch nur im Entferntesten mütterliche Gefühle ausleben durfte. Zuchtsauen verbringen den Großteil eines Jahres in Kastenständen und Abferkelbuchten. "Entsorgt" werden die Muttersauen dann, wenn ihre Leistung sinkt, sie also weniger Ferkel gebären. Das ist meistens nach 2-3 Jahren der Fall und die Sauen sind zu diesem Zeitpunkt nicht mal ausgewachsen(mit ca. 2 Jahren sind Schweine gerade mal in der "Pubertät"). Bevor die Wurfleistung sinkt, sterben sie allerdings häufig vorher wegen Krankheiten, Einsamkeit und den grauenvollen "Lebensbedingungen" - der Tod ist in diesem Fall eine Erlösung aus einer Hölle, wie wir sie uns nicht vorstellen können. Es ist eine Behandlung, die selbst die schlimmsten Straftäter in unserer Gesellschaft nicht erfahren müssen. Warum also diese unschuldigen Wesen?! Die folgenden Fotos zeigen sowohl Kastenstände, als auch Abferkelbuchten.
Die folgenden Bilder zeigen trächtige Sauen in der vorhin erwähnten Phase der Gruppenhaltung(mit noch verhältnismäßig viel Platz!). Wäre es anders, hätte man dort auch nicht filmen dürfen. Ein Blick in ihre Gesichter reicht, um zu sehen, wie es ihnen geht. Ein Ausdruck purer Verzweiflung. Während sie in der Natur viel aktiver sind, liegen diese Tiere nur apathisch herum. Wie verängstigte Kinder schauen sie durch die Gitterstäbe hervor und fragen sich mit Sicherheit was es "da draußen" noch so gibt. Baldiges Mutterglück sieht anders aus. Kein Einstreu, entsetzliche Langeweile, zum Teil Dunkelheit und das Stunde um Stunde. Sie werden nicht wie Lebewesen behandelt, sondern wie Maschinen. Gebärmaschinen, die wie Zitronen ausgepresst und entsorgt werden, sobald sie sich nicht mehr "rentieren".
Auf diesem Video seht ihr nochmals die Gruppenhaltung der Sauen. Die Stille der Tiere ist beängstigend. Glückliche Schweine grunzen ständig leise vor sich hin und erzählen so ihrer Umwelt was sie erlebt haben. Man sieht, dass der Mensch, der dieses Video drehte, bereits eine Abwechslung für sie war. Trotz ihrer miserablen Umstände gehen sie neugierig und freundlich auf ihn zu. Ich finde es furchtbar das zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass die Sauen im Video bereits tot sind und vor allem, dass es gerade in diesem Moment tausendfach geschieht und keiner etwas daran ändert und ihnen hilft. Menschen jammern oft schon, wenn sie mal 30 Minuten beim Arzt warten müssen und langweilen sich. Man male sich aus, wie es den Millionen Tieren aus der Massentierhaltung geht und wie tapfer sie ihr Leid ertragen. Bei uns sind solche Gefühle eine Ausnahme, bei ihnen die Regel. Bei den Muttersauen fängt das Leid an, das irgendwann im Kühlfach beim Discounter nebenan endet.
Hier seht ihr ein Video der Stiftung "4 Pfoten" von Sauen in Kastenständen. Die Aufnahme stammt aus 2011/2012. Ich frage mich welcher Mensch bei diesen Bildern ernsthaft sagen kann "Das ist richtig und muss so sein"??! Man sperre solche Leute nur einen Tag in eine vergleichbare Konstruktion ein und ich bin sicher sie ändern ihre Meinung. Das was ihr auf dem Video seht, ist der Alltag von ca. 2 Millionen Zuchtsauen in Deutschland, die wie am Fließband Nachkommen "produzieren" müssen.
Und hier seht ihr ein Video eines Hausschweins das in naturnaher Umgebung sein Nest baut.
Dieser Post wurde nun doch ziemlich lang. Daher werde ich an dieser Stelle erstmal unterbrechen. Ich denke es wird deutlich, dass der Horror eben nicht erst im Schlachthof beginnt, sondern vom ersten bis zum letzten Atemzug der ständige Begleiter der Schweine ist. Die weiteren "Stationen", also der Weg von der Geburt bis zum oftmals qualvollen Tod, werden in meinen nächsten Posts zu diesem Thema eine Rolle spielen. Bilder sagen mehr als 1000 Worte, auch wenn das eben Gezeigte noch vergleichsweise "harmlos" ist. Deshalb lasst sie einfach auf Euch wirken und stellt Euch nur eine Frage: Wie würdet Ihr euch in dem eben beschriebenen ausweglosen Kreislauf fühlen? Auch wenn dieses Gedankenspiel absurd ist, da wir glücklicherweise als Mensch und nicht als Schwein geboren wurden: Kramt Eure empathische Seite heraus und versetzt Euch in ihre Lage. Und bedenkt bitte, dass diese Dinge kein Einzelfall sind, auch wenn es gerne so dargestellt wird. Fast 99% des Schweinefleisches in den Läden hat genau hier seinen Ursprung. An einem Ort, der irgendwie eine ganz andere Welt ist, so einsam, trist und grau und voller Entsagungen. Diese armen Kreaturen haben keinen einzigen schönen Moment und werden um alles beraubt, was ein "Leben" lebenswert macht. Sofern man das Endprodukt, also ihr Fleisch, kauft, macht man sich mitschuldig. Wenn du ein "Tierfreund" bist, verschließ nicht deine Augen vor diesem Elend. Die Zustände in der "Bio-Haltung" sind übrigens nur unwesentlich besser. Darüber werde ich aber auch in einem extra Post schreiben. Quellen: Soylent Network Albert-Schweitzer-Stiftung Ariwa 4 Pfoten Wikipedia "Warum wir Schweine essen, Hunde lieben und Kühe anziehen" (Melanie Joy)
Ich habe am Wochenende eine neue Köstlichkeit entdeckt: Bulgursalat. Nachdem ein Mitglied aus unserer Facebook-Gruppe ein Rezept gepostet hatte, musste ich ihn unbedingt testen. Ich ärgere mich wirklich wahnsinnig, dass ich diesen tollen Salat nicht früher mal probiert habe. Da sieht man mal wieder wie "begrenzt" der eigene "kulinarische Horizont" ist.
Der Salat ist sehr schnell gemacht und passt gerade gut zu Grillfeten(sofern der Sommer nochmal zurückkehrt). Nudel- und Kartoffelsalat sind meine Lieblinge, aber Bulgur ist wirklich eine ernstzunehmende Konkurrenz:D Als ich ihn machte, ist mir schon die ein oder andere Abwandlung durch den Kopf gegangen und ich bin gespannt welche Geschmacksvariationen da noch bei rauskommen ♥ ♡ ❥
Und falls Ihr so wie ich nicht wisst, was "Bulgur" überhaupt ist: Er wird aus Hartweizen gewonnen. Dieser wird zunächst eingeweicht, anschließend vorgekocht oder mit Dampf gegart. Nach dem Trocknen wird der Weizenschrot in unterschiedliche Feinheitsgrade von fein bis grob gebrochen. In der orientalsichen Küche gehört er wie Reis und Nudeln, usw. zu den Grundnahrungsmitteln. Bulgur ist reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Phosphor, Magnesium und Calcium und enthält außerdem Stärke und Ballaststoffe. Er ist sehr schnell zubereitet, da man ihn nur mit heißem Wasser übergießen und ca. 25-30 Minuten ziehen lassen muss. Durch das enthaltene Gluten ist er allerdings für Zöliakie-Betroffene nicht geeignet. Ist Bulgur nicht das gleiche wie Cous Cous??! Das habe ich mich gefragt und nein, ist es nicht.Cous Cous wird aus zu Kügelchen zerriebenem Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse hergestellt. Aber egal ob Cous Cous oder Bulgur: Beide sind "Allround-Talente", da man sie auf unzählige Arten verarbeiten kann.
Dazu gabs bei uns "Veggie-Leberkäse" von Vantastic Foods. Wie er ist, könnt Ihr in der Kategorie "V-Lebensmittel" bzw. "Fleisch-und Wurstersatz lesen. Die Kresse kommt aus unserem Gärtchen bzw. hier jetzt gerade aus dem Eisfach. Die Crôutons sind wieder in Bärlauch-Margarine geröstet. Es sieht vielleicht nicht sooo viel aus, aber ich war nach einem Teller pappsatt. Und normalerweise greife ich gerne nochmal zu, wenn es so gut schmeckt *g*.
Das Rezept habe ich bereits hochgeladen.
Meine Testesser waren von dem Salat auch begeistert. Daher gaben sie mir auch volle 30 Punkte:)
Neulich gab´s zum äußerst leckeren Bulgursalat "Veggie-Leberkäse" von Vantastic Foods. Für 150g bezahlt man zwischen 2,20€-2,30€. Das ist natürlich nicht billig, aber eine Scheibe reicht bei uns auch für 2 Personen. Mit Beilagen, usw. wird es am Ende doch zu viel. Und das ist auch besser so, denn diese eine Scheibe hat satte 390kcal. Damit ist er in dieser Hinsicht nicht viel besser, als sein "tierisches Vorbild"mit ca. 450kcal bei 150g.
Man kann sehr gut mit veganen Lebensmitteln zunehmen, wie man sieht:D Egal um was es geht, wenn man es zu oft konsumiert, hat es meistens Nachteile. Die Mischung machts;) Aber dennoch sind pflanzliche Fette insgesamt wesentlich hochwertiger als Fette aus tierischen Produkten. Während 100g des pflanzlichen Leberkäses "nur" 16g Fett enthalten, bringt der tierische durschnittlich ca. 27g Fett mit. Für Menschen, die Fettpunkte zählen also ein Tabu! Ein weiterer Vorteil des veganen "Fleisches"? Man ernährt sich praktisch cholesterinfrei und auch mehr von gesunden ungesättigten Fettsäuren. Dazu werde ich aber in einem extra Post etwas schreiben. Dann auch mit Quellenangabe, usw. Hier seht ihr erstmal den Leberkäse. Einfach kurz anbraten und genießen:)
Ich finde er schmeckt gut und werde ihn auch ganz sicher nochmal kaufen. Geschmäcker sind natürlich verschieden, aber ich kann ihn Euch trotzdem empfehlen. Kaufen könnt Ihr ihn in sämtlichen Veggie-Internetshops, bei tegut oder im Veganz. Also probiert ihn einfach mal:)